Grubengeschichte

Geschichte der Grube Erna

Bad Erna, das größte Strandbad der Niederlausitz. So hieß es auf einer Ansichtskarte aus dem Jahre 1931. Darauf schwärmte man: «Beliebter Luftkurort, herrliche Wald-, Bade- und Wasserflächen, Gondelstation. Mittwoch, Sonnabend und Sonntagnachmittags Konzert. 

 

Bad Erna entstand nach dem Kohleabbau im Jahre 1920. Die Kohle, die ab 1873 gefördert wurde, brachte vielen Menschen der Umgebung Arbeit und Brot. Die Kohleflöze waren zwei bis fünf Meter hoch und wurden im Tagbau abgebaut. Der erste Abbau erfolgte 1872 bis 1874 in der Grube Gottessegen, 1874 bis 1876 in der Grube Fortuna, 1876 bis 1879 in der Grube Berta, 1880 bis 1884 BKW Lindena, 1876 bis 1879 Grube Ida, 1886 bis 1920 in der Grube Erna. 1888 entstand dann an der Bahnstrecke Berlin-Dresden ein Gleisanschluss.

Es gibt viele Teiche im Naherholungsgebiet, dazu zählt der Barschteich, der Blaue See, der Insels-, Wels-, Franzosen und Hauptteich Bad Erna mit Hunteteich und Westteich. Sie sind Restlöcher eines alten Braunkohle-Tagebaues. Von 1873 bis 1920 wurde hier Kohle gefördert. Die Grube erhielt 1912 den Namen Erna, den Vornamen der Frau des Grubenbesitzers. Ende der 20-er Jahre wurde ein Schuppen gebaut, der zum Verkauf von Erfrischungsgetränken diente.

Die Eröffnung des Strandbades fand 1927 statt. Ein Jahr später wurde eine Gondelstation eingeweiht. Um 1930 begann hier der Badebetrieb. Auf der Halbinsel wurden Wochenendhäuser gebaut. Der Durchstich zum Hunteteich bekam eine kleine Brücke. Dahinter das weiße Häuschen wurde als Paddelbootverleih eingerichtet. Am Badestrand des Teiches steht das Häuschen des Bademeisters und der Umkleidekabinen. Gegenüber war ein Fünf-Meter-Sprungturm, daneben das Nichtschwimmerbecken. Heute stehen hier viele Bungalows und es gibt eine Gaststätte und einen Imbiss.